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1,35 Millionen Wohnungen fehlen – Bauboomversäumnis dämpft Deutschlands Wirtschaft

28. August 2026

Fehlende Wohnungen drücken Wachstum: Bausektor verliert Milliarden

Berlin – Eine neue Analyse im Bau-Monitor 2026 macht deutlich, wie stark der Einbruch beim Wohnungsbau die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gebremst hat. Zwischen 2023 und 2025 ging die Zahl neu errichteter Wohnungen deutlich zurück; 2025 lagen die Fertigstellungen um rund 84.600 Wohneinheiten unter dem Niveau von zwei Jahren zuvor.

Der Rückgang traf die Branche hart: Für den Bau bedeutet das innerhalb von zwei Jahren einen geschätzten Netto-Umsatzverlust von etwa 26,9 Milliarden Euro. Nach Berechnungen der Studie führte das fehlende Neubauvolumen dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt um etwa 0,6 Prozentpunkte niedriger ausfiel als ohne die Einbußen im Wohnungsbau.

Die Folgen sind vielschichtig. Unternehmen in der Bauwirtschaft sehen weniger Aufträge, Zulieferer verzeichnen sinkende Nachfrage, und die erwarteten Steuereinnahmen aus Bau und Immobilien fielen spürbar geringer aus. Auch die dringend benötigte Entspannung auf angespannten Wohnungsmärkten blieb aus, weil die Lücke zwischen Bedarf und Angebot weiter wuchs.

Ursachen und Risiken

Als Treiber des Einbruchs nennt die Analyse Faktoren wie strengere Finanzierungsbedingungen, gestiegene Baukosten und anhaltende Planungshemmnisse. Zusammen haben diese Effekte die Investitionsbereitschaft gedämpft und Projekte verzögert oder verhindert.

Langfristig drohen strukturelle Nachteile: Bleibt der Wohnungsneubau auf niedrigem Niveau, kann das nicht nur die Mietpreise weiter nach oben treiben, sondern auch das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft schwächen. Insbesondere Regionen mit hoher Zuwanderung und begrenztem Bestand sind betroffen.

Was jetzt nötig ist

Wirtschafts- und Wohnungsbauexperten fordern ein Bündel aus beschleunigten Genehmigungsverfahren, gezielten Förderanreizen für Neubau und Modernisierung sowie Maßnahmen zur Senkung von Baukosten. Nur durch ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen lasse sich das Defizit langfristig abbauen und die Wachstumseinbußen zurückgewinnen.

Die Studie mahnt zugleich, dass kurzfristige Impulse allein nicht ausreichen: Es brauche strukturierte Reformen im Baurecht und nachhaltige Investitionssignale, damit der Wohnungsbau wieder zum Motor für Beschäftigung, Steuereinnahmen und wirtschaftliches Wachstum werden kann.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: google.com



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