Angebotsmieten wachsen moderat – Münster bleibt beim Mietanstieg eine Ausnahme
Angebotsmieten steigen moderat – Preisdynamik gedämpft
Münster. Die Angebotsmieten in Münster sind in den vergangenen Jahren gestiegen, bleiben im bundesweiten Vergleich aber vergleichsweise moderat. Neue Zahlen des Immobilienportals Immowelt für März 2026 zeigen: Der Markt ist teuer, doch die Dynamik ist deutlich schwächer als in vielen anderen deutschen Großstädten.
Laut Immowelt lag der durchschnittliche Angebotsmietpreis für Wohnungen in Münster im März 2026 bei 11,11 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2022 hatte der Wert noch bei 10,42 Euro gelegen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren ergibt sich damit eine Mietpreisentwicklung von rund sieben Prozent.
Deutlicher Unterschied zu Metropolen
Der Kontrast zu Städten mit kräftiger Preisentwicklung ist deutlich. In Berlin beispielsweise verzeichnete Immowelt im März 2026 einen durchschnittlichen Angebotsmietpreis von 14,21 Euro pro Quadratmeter; die Entwicklung über fünf Jahre beziffert das Portal für die Hauptstadt auf 22 Prozent. Münster zeigt dagegen eine vergleichsweise flache Entwicklung: 2022 lagen die Angebotsmieten bei 10,42 Euro pro Quadratmeter, 2023 bei 10,30 Euro, 2024 bei 10,66 Euro, 2025 bei 11,15 Euro und 2026 bei 11,11 Euro.
Angebotsmieten sind nur ein Marktindikator
Wichtig für die Einordnung ist, dass Immowelt mit Angebotsmieten arbeitet. Damit werden Preise aus veröffentlichen Wohnungsinseraten erfasst, vor allem von Neuvermietungen oder neu inserierten Wohnungen. Das unterscheidet sich von der ortsüblichen Vergleichsmiete, die in bestehenden Mietverhältnissen und bei Mieterhöhungen eine zentrale Rolle spielt. In Münster gilt derzeit der qualifizierte Mietspiegel 2025, gültig vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2027, den die Stadt als offizielles Instrument zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete bereitstellt.
Münster bleibt teuer, setzt aber auf sozialen Wohnungsbau
Dass der Anstieg der Angebotsmieten moderat ausfällt, bedeutet nicht, dass Wohnen in Münster günstig geworden ist. Mit 11,11 Euro pro Quadratmeter bei den Angebotsmieten bleibt das Preisniveau hoch. Die Stadt bemüht sich deshalb, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ende März 2026 berichtete Münster von einem Rekordjahr bei der sozialen Wohnraumförderung: Für 2025 wurden rund 81 Millionen Euro Fördermittel bewilligt, verbunden mit etwa 650 Wohnheimeinheiten.
Das Fazit ist zwiespältig: Münster bleibt ein teurer Wohnstandort, doch bei der Entwicklung der Angebotsmieten war der Zuwachs in den vergangenen Jahren deutlich geringer als in vielen anderen deutschen Großstädten.

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