Münster steigert Förderung auf Rekordniveau und schafft 650 preisgebundene Wohnungen
Rekordförderung soll Engpässe auf dem Wohnungsmarkt dämpfen
Münster investiert im vergangenen Geschäftsjahr 81 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau und erhöht damit das Fördervolumen deutlich gegenüber dem Vorjahr. Mit den Mitteln sollen 650 preisgebundene Wohneinheiten gebaut oder modernisiert werden, ein deutlicher Ausbau gegenüber den 273 Einheiten des Vorjahres.
Mehr als 60 Prozent der Fördermittel, rund 52 Millionen Euro, sind für das Programm «Junges Wohnen» vorgesehen. Ziel ist es, den besonders belasteten Markt für Auszubildende und Studierende zu entlasten und kurzfristig bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen.
- 650 geförderte Wohnungen insgesamt, darunter 469 Plätze speziell für Auszubildende und Studierende
- Investoren verpflichten sich zu mindestens 25 Jahren Mietbindung deutlich unter Marktniveau
- 40 Maßnahmen zur Förderung von Wohneigentum für einkommensschwächere Familien wurden bewilligt
Konkrete Projekte sind bereits geplant: Im Oxford-Quartier in Gievenbeck sollen bis Sommer 2027 rund 260 Plätze entstehen, am Gescherweg plant das Studierendenwerk ein Wohnheim mit etwa 190 Plätzen für das Frühjahr 2028. Oberbürgermeister Tilman Fuchs bezeichnet die Maßnahmen als direkte Antwort auf die schwierige Lage vieler junger Menschen.
Parallel zur Landesförderung beschloss der Stadtrat ein zinsvergünstigtes Darlehensprogramm für gemeinschaftliche Wohnprojekte. Ab April sollen Projektgenossenschaften Kredite erhalten, die zwei Prozentpunkte unter den üblichen Kommunalkrediten liegen, um die Gründungsphase zu erleichtern und langfristig selbstverwaltete Wohnformen zu stärken.
Die Entwicklung in Münster steht nicht allein: Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 mit 2,37 Milliarden Euro für mehr als 13.000 Wohnungen ein Rekordergebnis. Dennoch bleibt die Lage angespannt, da Baukosten und Fachkräftemangel die Realisierung von Projekten erschweren und staatliche Zuschüsse weiterhin oft notwendig sind, um Vorhaben wirtschaftlich tragfähig zu machen.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass der Zugang zu vielen der neuen Mietwohnungen an einen Wohnberechtigungsschein gebunden ist und die Mietbindungen vertraglich gesichert werden, um langfristige soziale Stabilität zu gewährleisten.

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