Kompromiss in Hamm ebnet Weg für bis zu 100 Wohnungen am Rheinufer
Kompromiss ebnet Weg für bis zu 100 neue Wohnungen am Rheinufer
Nach rund zehn Jahren Debatte und Planung rückt die Möglichkeit näher, in Hamm neuen Wohnraum unmittelbar am Rhein zu schaffen. Ein jetzt vereinbarter Kompromiss sieht vor, dass in Ufernähe zwischen 60 und 100 Wohnungen entstehen können.
Statt dichter Blockrandbebauung ist eine lockere, dem Stadtteilcharakter angepasste Bebauung vorgesehen. Kleine Wohnhäuser und aufgelockerte Höfe sollen die offene Atmosphäre zwischen Fluss, Deich und den angrenzenden Feldern bewahren. Ziel ist es, Wohnraum zu schaffen, ohne die Durchlässigkeit zur Rheinaue und die Blickbeziehungen zum Wasser zu zerstören.
Das betroffene Gebiet liegt in unmittelbarer Nähe zum Hammer Deich. Stadtplaner und Vertreter aus Anwohnerschaft und Bauträgerschaft verhandelten lange über Dichte, Gestaltung und Verträglichkeit mit der Umgebung, bis der nun vorliegende Kompromiss stand. Konkrete Angaben zu Entwurf, Geschosszahlen und zeitlichem Ablauf sind noch offen und hängen von der formellen Beschlussfassung des Bebauungsplans ab.
Die Stadtverwaltung betont, dass vor einer Baugenehmigung noch Prüfungen zu Verkehr, Umwelt und Hochwasserschutz erforderlich sind. Für viele Düsseldorfer bleibt das Rheinufer ein besonders begehrter Wohnstandort; die nun vorgeschlagene Lösung versucht, diesen Wunsch mit Schutzinteressen und dem Erhalt des Stadtteilcharakters in Einklang zu bringen.
Der nächste Schritt sind die abschließenden politischen Beschlüsse und die anschließende Ausgestaltung der Baupläne. Sollte alles wie geplant verlaufen, könnte an der Rheinkante von Hamm in den kommenden Jahren neuer, verträglicher Wohnraum entstehen.