Wohnen finanzieren statt Risiko tragen: Breske will private Investoren stärker nutzen in Cremlingen
Private Investitionen könnten den Wohnungsbau beschleunigen
Cremlingen. Im Dialog mit dem lokalen Immobilienunternehmer Moritz Krüger hat Bürgermeisterkandidat Tobias Breske Wege ausgelotet, wie die Gemeinde beim Wohnungsbau stärker auf private Investoren setzen kann. Ziel sei es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ohne den Gemeindehaushalt unnötig zu belasten.
Krüger, Geschäftsführer von MK-Immobilien, kennt den Markt und die Nachfrage vor Ort. Er berichtete von Projekten, die von privaten Bauherren bereits erfolgreich umgesetzt wurden, und machte deutlich, welche Wohnformen aktuell gesucht werden. Für Breske ist dieser Praxisblick entscheidend: Wer bauen will, müsse mit denen sprechen, die tatsächlich bauen.
- Die Kommune kann Flächen entwickeln und Baurecht schaffen,
- Verwaltungsverfahren müssen so gestaltet werden, dass Bauvorhaben nicht unnötig verzögert werden,
- Frühe Abstimmung mit Investoren soll die Passung von Angebot und Nachfrage verbessern.
Breske betont zugleich, dass es Bereiche gibt, in denen die Gemeinde unverzichtbar investieren muss, etwa in Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhäuser und in die Verkehrsinfrastruktur. Dort dürften private Investoren nicht die öffentliche Verantwortung ersetzen.
Für ihn gilt eine klare Priorität: «Wenn privates Geld Wohnraum schaffen kann, sollten wir das nutzen. Unser Steuergeld brauchen wir vor allem für Aufgaben, die uns niemand abnimmt.» Breske will künftig den Austausch mit Bauherren und Projektentwicklern intensivieren, um vorhandenes Wissen zu nutzen und Bauvorhaben zu erleichtern.