Wohnungsbau in Hamburg gerät ins Stocken: Fertigstellungen 2025 auf Tiefststand seit 2012
Wohnungsfertigstellungen erreichen Tiefststand seit 2012
Im zurückliegenden Jahr wurden in Hamburg nach Angaben von Statistik Nord lediglich 5 976 Wohnungen fertiggestellt. Das entspricht einem Rückgang von 28 Prozent gegenüber 2024 und ist der niedrigste Jahreswert seit 2012. Die Zahlen werfen Fragen an Stadtplanung, Bauwirtschaft und Wohnraumpolitik auf.
Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein wertet die jüngsten Entwicklungen differenziert. Sie führt die seit 2024 gestiegenen Genehmigungszahlen auf den neuen Hamburg-Standard und den beschleunigten Bauturbo zurück und sieht darin eine Grundlage für mehr Wohnungsbau in den kommenden Jahren.
Vertreter der Wohnungswirtschaft äußern hingegen deutliche Sorgen. VNW-Direktor Andreas Breitner spricht von einer tiefen Krise im Baugeschehen und warnt, dass gestiegene Kosten, Lieferengpässe und regulatorische Hürden das Tempo der Fertigstellungen bremsen.
Räumlich halten sich Baumaßnahmen nicht gleichmäßig. Bereiche wie der Baakenhafen in der Hafencity verzeichnen weiterhin Projekte und fertiggestellte Einheiten, stehen aber symptomatisch für die Diskrepanz zwischen laufenden Vorhaben und dem gesamtstädtischen Rückgang der Neubauabschlüsse.
Die Entwicklung verschärft den Druck auf bereits angespannten Wohnungsmarktsegmente und verlangt nach abgestimmten Maßnahmen von Politik, Investoren und Bauwirtschaft, damit die steigenden Genehmigungen auch tatsächlich in bezugsfertige Wohnungen münden.

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